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„Nur ein Katzensprung“
Annett Kuhr berührt in Salzbergen mit Chansons über Tod und Leben

Von Anne Bremenkamp

Salzbergen 21.03.2018
Mit Chansons über den Tod und das Leben berührte die vielfach preisgekrönte Liedermacherin Annett Kuhr Herz und Seele eines bewegten Auditoriums im Kulturkeller in Salzbergen. Ihr von Tiefe und Leichtigkeit zugleich geprägte Konzert „Nur ein Katzensprung“ war der inspirierende Auftakt zum 15-jährigen Bestehen des Hospiz-Teams Abendstern e. V. mit einer bis in den November hineinreichenden, anregenden Veranstaltungsreihe.
Annett Kuhr hat eine ungewöhnliche Leidenschaft, denn sie sammelt Lieder über den Tod, den Abschied und die Trauer. Tief unter die Haut gehen ihre handgemachte Gitarrenmusik, ihre feinsinnigen Texte und ihre volle Altstimme, die in den wärmsten Farben Bilder von flüchtigen Momenten und verborgenen Seiten des Lebens malt.
Annett Kuhr mischt Songs anderer Künstler wie Reinhard Mey oder Friedrich Hollaender in ihr eigenes, reich gefülltes Repertoire. Sie singt vom Tod und erzählt dabei doch unentwegt vom Leben. Sensibel beleuchtet die charismatische Künstlerin ein tabuisiertes Thema mit Esprit, Melancholie, Sachlichkeit und Humor aus unterschiedlichsten Blickwinkeln. Ihrer Zuhörerschaft eröffnet die einstige Musiktherapeutin damit überraschend neue Perspektiven auf die natürlichen Lebensübergänge. Der Titel ihres einfühlsamen Chansons-Programms entstammt dem jiddischen Lied „Huljet“, das Mordechaj Gebirtig einst im Krakauer Getto schrieb. Es ruft die Kinder auf, zu spielen und zu leben. Denn vom Frühling bis zum Winter ist es eben „nur ein Katzensprung“.

 

2018-04-24-Hospizkonzert Annett Kuhr (002)

Die vielfach preisgekrönte Liedermacherin Annett Kuhr berührte mit Liedern über den Tod und das Leben auf dem Konzert „Nur ein Katzensprung“, das Auftakt zum 15. Jubiläumsjahr des Hospiz-Teams Abendstern e. V. in Salzbergen war.

Und das ist auch die Botschaft der in ihrer Wahlheimat Rottweil lebenden Liedermacherin: Den eigenen Frieden nicht erst auf dem Friedhof finden. Die Gegenwart schätzen und der Zukunft frei von Angst, dafür aber mit einem Augenzwinkern entgegensehen, denn: „Für das Jetzt ist es nie zu spät.“
Nicht zu spät ist es auch für die weiteren besonderen Programmpunkte, zu der das 2003 gegründete Hospiz-Team Abendstern in Salzbergen in seinem Jubiläumsjahr die Öffentlichkeit herzlich einlädt: So stellt die Lesung „Was ist geblieben?“ am 8. Juni im Kulturkeller Augenblicke und Momentaufnahmen im hohen Alter in den Mittelpunkt. Im Hospizbüro im Haus St. Josef wird am 22. September die Ausstellung „Lebens(t)räume“ eröffnet und am 23. November möchte das Harfenkonzert mit Eugen Chrost in der ev.-ref. Kirche am Hügelweg „Dem Leben eine Richtung geben“.
Eine klare Richtung verfolgt mit seiner segensreichen Arbeit in der ehrenamtlich-qualifizierten Sterbe- und Trauerbegleitung seit 15 Jahren auch das Hospiz-Team Abendstern: „Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den
Tagen mehr Leben.“

“Lebens(t)räume” in Salzbergen
Inspirierende Ausstellung des Hospiz-Teams Abendstern
VonAnne Bremenkamp
 

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Die Ausstellung “Lebens(t)räume des Hospiz-Teams Abendstern e.V.  ist im Haus St. Josef in Salzbergen noch bis zum
14. Oktober zu sehen. Zu einem inspirierenden Besuch laden stellvertretend für alle Künstler und für den Hospizverein Philippe Calvo, Christof Conermann und Nina Lieven (v. l.) herzlich ein.
Foto: Anne Bremenkamp

Salzbergen

Viele Menschen haben ihren eigenen “Traum” vom Leben und suchen nach einem “Raum”, wo sie diesen Traum auch leben können. Die Ausstellung “Lebens(t)räume” in Salzbergen zeigt im 15. Jubiläumsjahr des Hospiz-Teams Abendstern e.V. Bilder verschiedener Künstler aus der Region, die individuelle ”Lebensträume” darstellen. Die ausdrucksstarken und inspirierenden Werke sind noch bis zum 14. Oktober 2018 in den Büroräumen des Hospizvereins im Haus St. Josef in Salzbergen zu sehen.

Groß war die Zahl der Gäste, die Maria Winnemöller als stellvertretende Vorsitzende des Hospiz-Teams zur Ausstellungseröffnung begrüßen konnte: „Vor 15 Jahren haben Menschen aus Salzbergen ihren gemeinsamen Traum, einen Hospizverein zu gründen, verwirklicht“, dankte sie im Namen des Vorstands allen Wegbegleitern sowie insbesondere den ehrenamtlichen und qualifizierten Mitarbeitern, die sich im Rahmen der Sterbe- und Trauerbegleitung engagiert in den zutiefst mitmenschlichen Dienst der Nächsten stellen.

In die Ausstellung führte Hospiz-Koordinator Christof Conermann mit einem Zitat ein: „Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? Auch die ausstellenden Künstler sagten „Warum nicht?“  und brachten den Mut auf, ihrem Traum von der Kunst und ihrer Inspiration vom Leben sichtbaren Ausdruck zu verleihen und mit anderen Menschen zu teilen.“

Große Unterschiedlichkeit

Die Ergebnisse seien Werke von großer Unterschiedlichkeit, dennoch zögen sich die individuelle Auseinandersetzung mit dem Leben und die Idee, den persönlichen Lebensweg besser zu verstehen und zu gehen, wie ein roter Faden durch die Galerie, zeigte sich Christof Conermann überzeugt. So wirken die Werke der bereits verstorbenen Münsteraner Bildhauerin Anni Buschkötter fast wie Fenster in Räume der Fülle, die einladen, ihre Lebensträume zu entdecken. Die Installationen der Künstlerin Nina Lieven, Mitglied der Künstlergemeinschaft Wettringen, regen den Betrachter an, genauer auf das eigene Leben zu schauen, Rückblick und Ausschau zu halten. Die Serie á Chagall der Malerin Lioba Feld aus Billerbeck hingegen offenbart unsichtbare, aber erlebbare Dimensionen des menschlichen Seins. Die tiefen, leuchtenden Farben ihrer Bilder treten der Dunkelheit entgegen und berühren Herz, Verstand und Seele. Durch die Leichtigkeit der zeichnerischen Strukturen zeichnen sich die Radierungen des Lüneburger Künstlers Philippe Calvo aus, die sich oftmals über die inhaltliche Schwere der Darstellungen hinwegsetzt.

Salzbergen.
“Dem Leben eine Richtung geben” war das Thema eines Harfenkonzerts mit Eugen Chrost, der auf Einladung des Hospizvereins Abendstern am 23.11.2018 nach Salzbergen gekommen war.

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Frage des Seins

Eugen Chrost greift dabei, so sagt er, die Frage des Seins auf: “Begonnen wird bei der weltlichen und dennoch tiefen Liebe, die Menschen zu einem Paar werden und bleiben lässt. Trotz dieser tiefgreifenden Erfahrungen bleibt die Sehnsucht nach Beständigkeit und Ewigkeit; vor allem, dass das, was hier auf der Erde beginnt, seinen Wert für das jenseitige Leben haben wird. Die Engel-Lieder sollen dabei eine konkrete Verbindung vom Jenseits zum Diesseits verdeutlichen.”

Der Hospiz-Verein schloß mit diesem besonderen Abend das Jubiläumsprogramm zum 15-jährigen Bestehen ab.